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Episode 104 – Critical Thinking in der Theologie # Prof. Dr. Dr. Winfried Löffler

Im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Winfried Löffler von der Universität Innsbruck über Notwendigkeit, Sinnhaftigkeit und Ausgestaltung eines Pflichtkurses in Critical Thinking für den Studiengang Theologie.

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2 Kommentare

  1. Anke Baumann Anke Baumann

    Ihr Lieben, meinem Eindruck nach wäre es zielführender gewesen, zunächst einmal zu definieren, worüber man eigentlich redet. So wie ihr die Diskussion aufgezogen habt, hat sie sich leider ein wenig im Kreis gedreht. Herr Löffler scheint sich hauptsächlich auf einen christlichen Gott zu beziehen (der als solcher schon genauer zu definieren gewesen wäre), dann war zwischenzeitlich aber auch die Rede von einem muslimischen und einem jüdischen Gott, und schließlich von einem „x, das die ganze Geschichte ins Rollen gebracht hat“. Und als es dann mit der Wegbewegung von einem personalisierten Gott hin zu etwas eben „irgendwie Größerem hinter den Dingen“ interessant wurde, schließt Löffler schließlich dann doch wieder den Kreis hin zu einem personalisierten Gott.
    Ferner finde ich die generell aufgestellte Prämisse, „wir Menschen“ hätten ein Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit, unzulässig. Ich habe dieses Bedürfnis nicht, und finde wie der Moderator auch, eher Trost und sogar eine gewisse Grandiosität in dem Gedanken, dass alles Treiben auf der Erde letztlich komplett sinnlos ist, während gleichzeitig das tägliche eigene Handeln keinesfalls gleichgültig ist.
    Für mich persönlich stellt sich schließlich viel weniger die Frage, ob ein Gott die Welt geschaffen hat, als vielmehr die Frage: hat er/sie/es mit diesem Schaffen ernsthaft Bedingungen an die Menschheit gestellt. Diese Vorstellung – die, wenn ich das richtig verstanden habe, die Vorstellung des christlichen Glaubens ist – finde ich extrem verstörend und beunruhigend, weil sie auf ein höchst pathologisches Psychogramm dieses Gottes schließen lassen würde. Die aber natürlich gut in unsere patriarchalisch gestimmte Gesellschaft passt. Da fände ich eine Entitätwie der Filmcharakter „Q“, der in mehreren Startrek-Folgen auftaucht, als Schöpfer der Welt irgendwie sympathischer.

    • Vielen Dank für das genaue Zuhören.
      Ich würde alledem, was Du schreibst, genau so zustimmen 🙂
      Offenbar – und das kam – glaube ich – am Ende des Gesprächs auch heraus – waren wir dann mit Prof. Löffler nicht einer Meinung.
      Ich hoffe, das Hören des Episode war dennoch interessant.

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