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Episode 06 – Verschwörungstheorien und Wissenschaftskommunikation

Im Gespräch mit Dr. Marko Kovic. Im zweiten Teil des Gesprächs reden wir unter anderem über Verschwörungstheorien und deren psychologische und gesellschaftliche Basis sowie über Wissenschaftskomminukation.

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3 Kommentare

  1. Ich finde eine interessante Kritik an der Definition des Begriffs “Verschwörungstheorie” bei dem Soziologen Andreas Anton. Er versucht eine Definition, die nicht auf den Wahrheitsinhalt der Verschwörungstheorie zu bauen. Tut man das nicht, kommt man irgendwann in schwierigkeiten, wenn sich z.B. eine Verschwörungstheorie als wahr herausstellt, z.B. nach Whistleblowing. Da jede Verschwörungstheorie nach der klassischen Definition als unwahr angenommen werden muss, beginnt man schnell in Glaubenssystemen zu schwimmen, weil man den Wahrheitsgehalt oft gar nicht überprüfen kann. Eine solche Theorie wäre auch nur für freiheitliche Staaten sinnvoll und auch nur dann, wenn diese nicht dauernd von irgendwelchen tatsächlichen Verschwörungen unterwandert würden. Das sind viele Grundannahmen für so eine Theorie. Anton verwendet daher lieber die BEgriffe “heterodoxe” und “orthodoxe” Erklärungsssysteme. Heterodoxe Theorien wären dann jene Verschwörungstheorien, die von der Mehrheit nicht anerkannt werden.

    https://www.youtube.com/watch?v=kKuA4i94ebw

    Allgemein halte ich Wissenssoziologie für kritisches Denken gerade in naturwissenschaftlich geprägten Diskursen für sehr fruchtbar, da sie sich wissenschaftlich mit Themen beschäftigen kann, ohne von vornherein einen Wahrheitsgehalt einer Position unterstellen zu müssen.

    • Lieber Sonntagssoziologe,

      Vielen Dank für den Kommentar. Ich werde das YouTube Video auf jeden Fall anschauen. Ich habe gerade vergangenes Wochenende auch noch eine sehr interessante Diskussion zum Thema zwischen Richard David Precht und Harald Lesch gesehen.
      Hier der Link:
      https://m.youtube.com/watch?v=3XIDU3NgvhE
      Aber das Thema aus soziologischer Sicht zu betrachten schreibt mir sehr sinnvoll.
      Herzlich,
      Philip Barth

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